Fotoausstellung
„Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids"Vom 16. November bis zum 1. Dezember 2015 zeigt HelpAge Deutschland zusammen mit der Aidshilfe Oldenburg, die Fotoausstellung „Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/AIDS" in BBS 3 der Maastrichter Str. 27 (Nähe EWE Arena).

Am Montag, 16. November 2015 wurde zu einer kleinen Eröffnungsfeier der Ausstellung „Stille Heldinnen" der Organisation HelpAge eingeladen. Die Ausstellung zeigt afrikanische Großmütter, die ihre Enkelkinder großziehen, da ihre Kinder an AIDS gestorben sind.
Begleitet wird die Ausstellung von Schwarzweiß-Fotografien, die von Schülerinnen und Schülern der Fachoberschule Sozialpädagogik im Rahmen eines Fotokurses erstellt wurden. Gezeigt werden Großmütter der Schülerinnen und Schüler mit einem kleinen Begleittext, der zeigt: „Stille Heldinnen" gibt es auch bei uns.
Die Eröffnungsfeier wurde aus Anlaß der Attentate von Paris mit einer Schweigeminute begonnen. Anschließend hieß unsre Schulleiterin, Frau Guthold, die Gäste herzlich willkommen und betonte, wie wichtig die Information über AIDS auch heute noch sei.
Die Bürgermeisterin Frau Eilers-Dörflers freute sich über eine Ausstellung in den neuen Räumen der BBS 3. Auch sie wies auf die Notwendigkeit einer Information über HIV und Aids hin, zeigte sich jedoch auch beeindruckt von den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.
Angelika Schürmann von HelpAge bedankte sich dafür, dass die BBS 3 es ermöglichte, die beeindruckende Ausstellung der afrikanischen Großmütter zu zeigen und machte an einzelnen Beispielen deutlich, welche Einzelschicksale hinter den Bildern stecken.
Die Ausstellung ist bis zum 01.12.2015 an unserer Schule zu sehen.
Text: Nele Bohnstengel, Gesa Haseborg

Die HIV/Aids Epidemie hat die Lebenswelten in vielen afrikanischen Staaten sehr stark verändert. Viele Infizierte sind an der Krankheit gestorben, haben Kinder hinterlassen, die zu einem großen Teil nun von ihren Großeltern aufgezogen werden. Die Bilder, der Fotoausstellung „Stille Heldinnen" von Christoph Gödan zeigen Großmütter und ihre Enkel aus Tansania und Südafrika. Regionen, die von einer hohen HIV/Aids Rate betroffen sind. Viele der dort lebenden Großeltern haben ihre eigenen Kinder durch HIV/Aids verloren. Geblieben sind ihnen die Enkel, die nun, ohne ihre Eltern eine Perspektive brauchen. Obwohl die meisten von ihnen oft in Armut leben, haben sie sich der neuen Aufgabe gestellt. Renten sind in afrikanischen Staaten immer noch die Ausnahme. Als Hilfsorganisation für alte Menschen setzt HelpAge sich seit 10 Jahren für die Rechte alter Menschen weltweit ein.
„Es ist uns wichtig zu zeigen, was die alten Menschen in Tansania und Südafrika leisten und welche Leistungen sie dadurch auch für die Gesellschaft erbringen", sagt Lutz Hethey, Geschäftsführer von HelpAge Deutschland.
"Aktuell wird über HIV/Aids wenig in der Öffentlichkeit gesprochen obwohl die Zahl der Infizierten auch in Deutschland weiter ansteigt. Es ist uns daher ein besonderes Anliegen junge Erwachsene über die Gefahren und Präventionsmöglichkeiten zu informieren und aufzuklären" sagt Ellen Kierbacher von der Aidshilfe Oldenburg. Im Rahmen der Ausstellung bietet die Aidshilfe Oldenburg deshalb Unterrichtsangebote in den Klassen der BBS 3 zum Thema HIV/Aids und sexuell übertragbare Infektionen, an.
Die Ausstellung kann von Montag bis Freitag jeweils von 8:30 bis 16:30 Uhr in der BBS 3 besucht werden.
Ausstellungsführungen werden auf Anfrage angeboten. Kontakt: schuermann@HelpAge.de
HelpAge Deutschland ist als gemeinnützig anerkannt (Vereinsregister Osnabrück Nr. VR-200007) und Partner des weltweiten Netzwerkes HelpAge International. Das DZI-Spendensiegel steht für geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit.
Informationen zum Fotografen: Christoph Gödan, 1963 geboren, wurde in den 1990er-Jahren vor allem durch seine Reportagen über die Kriegs- und Nachkriegsgebiete auf dem Balkan bekannt. 2007 reiste der Fotograf nach Tansania und Südafrika.
Anfragen zu Ausstellungsführungen und Informationen zur Ausstellung hier:
HelpAge Deutschland - Angelika Schürmann
Phone: 05 41 / 580 540 56 oder 0171/ 1900 663
Email: schuermann@helpage.de
Anfragen zu den Präventionsangeboten:
Aidshilfe Oldenburg
Email: Info@aidshilfe-oldenburg.de
Telefon (Büro) 0441 - 14 500
Telefon (Beratung) 0441 - 19 411
Stille Heldinnen / Schülerausstellung
Bilder: Christoph Gödan
Text: HelpAge
Begleitausstellung "Unsere Stillen Heldinnen"
Die Ausstellung „Stille Heldinnen" wird begleitet von beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotografien, die Schüler der Fachoberschule Sozialpädagogik von ihren Großmüttern erstellt haben.
Beispielfoto
Fotograf: André Jülfs, FOQ 12C
Dies ist:
Ruth M., geb: P.
• geboren am 23.06. 1925 in Pleiten (Kreis Heydkug) Memelland
• im November 1944 nach Pommern (Greifswald) geflohen
• im März 1945 auch von dort vertrieben, Flucht nach Bad Zwischenahn
• 1949 Arbeit in England als Hausmädchen , schnell erlernte sie die englische Sprache und durfte als Pflegeassistenz arbeiten
• 1951 Rückkehr nach Deutschland (Bad Zwischenahn), Hochzeit mit
Otto M., seitdem wohnhaft in Westerstede.
• Frau M. hat drei Kinder großgezogen und maßgeblich zu der Erziehung ihrer Enkeltochter beigetragen.
Heute ist Frau M. 90 Jahre alt und steht ihrer Familie immer zur Seite.
Bild und Text: André Jülfs
BBS 3 - 11.11.2015